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Integration
EKM: Ohne Integration in den Arbeitsmarkt keine Integration in die Schweizer Gesellschaft
Die jährliche Konferenz der Eidgenössichen Migrationskommission EKM widmet sich dem Thema der Arbeitswelt in der Migrationsgesellschaft
Das Arbeitsverhältnis ist für eine Person mit ausländischen Wurzeln der Schlüssel zur Integration in die Schweizer Gesellschaft. Die Schweiz ist das Land, das am meisten durch die Arbeit identifiziert. Daher ist die Integration unbestritten mit der Arbeitswelt verbunden. Was bedeutet eine sich verändernde Arbeitswelt für ausländische Arbeitsnehmer in der Schweiz? Dies ist die zentrale Frage der jährlichen Konferenz der Eidgenössischen Migrationskommission EKM.
In drei Diskussionsrunden wurden verschiedene Probleme der Arbeitswelt und der Migration aus verschiedenen Perspektiven behandelt. Im ersten Pannel diskutierten die Schweizer Schrifstellerin mit ungarischen Wurzeln in Vojvodina (Ex-Jugoslawien), Melinda Nadj Abonji, der Chef von Fraisa SA, Josef Maushart und Wirtschaftsprofessor Thomas Müller. Sie diskutierten über die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Verantwortung der Arbeitgeber.
Arbeitssuchende mit “exotischen” Namen sind von Anfang an Opfer von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Sie kennt diese Realität aus ihren persönlichen Erfahrungen. Die Gesellschaft und die Arbeitgeber müssen die Ausländer in der Schweiz objektiv und frei von Vorurteilen beurteilen. Die beiden anderen Teilnehmer sprachen über die Möglichkeiten, die sie geschaffen haben und über die Herausforderungen bei der Bekämpfung von Diskriminierung von Ausländern auf dem Arbeitsmarkt.
Religionszugehörigkeit als Integrationshindernis, Tatsache oder Vorurteil?
In der zweiten Diskussionsrunde diskutierten Dr. Maike Burda vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin und Dr. Kijan Espahangizi von ETH Zentrum des Wissens. Maike Bruda präsentierte die Ergebnisse ihrer Studie zur Integration von muslimischen Frauen in sechs europäischen Ländern. Laut dieser Studie leiden muslimische Frauen noch stärker unten den Folgen der Kulturunterschiede zwischen dem Herkunftsland und dem Gasgeberland. Dies ist so, weil die muslimische Frauen in muslimischen Ländern isolierter sind als die Frauen in westlichen Ländern.
Doch Dr. Espahangazi zweifelte die Ergebnisse der Studie von Dr. Burda an. Allein die Art und Weise wie man sich des Themas ‘muslimische Frauen’ annimt, ist an sich diskriminierend, so Dr. Espahangazi. Muslimische Frauen können mehr oder weniger integriert sein, nicht weil sie muslimisch sind, sondern weil sie aus unpriviligierten Schichten der Gesellschaft stammen, so Dr. Espahangazi.
Wo endet Integration und beginnt Assimilation
Dr. Espahangizi sprach auch darüber, dass die Schweizer Gesellschaft eine assimilierende Einstellung gegenüber Ausländern pflegt. “Im Grunde hat die Schweiz nie darauf verzichtet, die Ausländer zu assimilieren, auch wenn man seit den 1990er Jahren von Integration spricht.”
In der dritten Diskussionsrunde sprachen sechs Personen mit ausländsichen Wurzeln über ihre Erfahrungen mit Integration und auf dem Arbeitsmarkt. Auch wenn sie nicht offen diskriminiert wurden, so haben sie oft mir Vorurteilen zu kämpfen, basierend auf ihre Hautfarbe oder auf den “komisch klingenden Namen”. In dieser Runde sprach auch Mentor Ilazi als Vertreter von Albanien Engineering of Switzerland. Er habe keine offene Diskriminierung erlebt, doch sein Weg sei sicher komplizierter als eines “Eidgenossen” gewesen.
In der Konferenz wurden auch Fragen und Probleme bezüglich des Zugangs der Migranten in den Arbeitsmarkt diskutiert. Ein solches Problem ist die Veränderung des Arbeitsmarkets, in dem immer mehr hochqualifizierte Arbeitnehmer gefragt sind.
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