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56% weinger Asylgesuche im Januar 2017
Im Januar 2017 wurden in der Schweiz 1588 Asylgesuche eingereicht, das sind 178 weniger als im Dezember 2016 (−10,1 %). Die Zahl neuer Gesuche hat sich gegenüber Januar 2016 um mehr als die Hälfte verringert (−56,1 %)
Der Rückgang der Asylgesuche um 56,1 % im Vergleich zu Januar 2016 ist in erster Linie auf die weitgehende Schliessung der Balkanroute im März 2016 zurückzuführen.
Die wichtigsten Herkunftsländer der Gesuchsteller im Januar 2017 waren Eritrea mit 335 Gesuchen (85 weniger als im Dezember 2016), Guinea mit 120 Gesuchen (+26), Syrien mit 113 Gesuchen (−47), Afghanistan mit 99 Gesuchen (+14), Sri Lanka mit 79 Gesuchen (+11) und Somalia mit 70 Gesuchen (+4).
Das Staatssekretariat für Migration erledigte im Januar 2625 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 680 Nichteintretensentscheide auf Grundlage des Dublin-Abkommens gefällt, 533 Personen erhielten Asyl, und 674 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle nahm im Vergleich zum Vormonat um 888 Gesuche ab.
Im Januar 2017 haben 568 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen. Die Schweiz hat bei 764 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 201 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 476 Personen ersucht, 62 Personen wurden der Schweiz überstellt.
Resettlement- und Relocation-Programm
Im Rahmen des UNHCR-Programms zur Neuansiedlung (Resettlement) von Flüchtlingen sind im Januar 91 Flüchtlinge in die Schweiz gekommen. Dieses Programm richtet sich an besonders verletzliche Personen, die sich in den Nachbarländern Syriens aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.
Im Rahmen des Programms der Europäischen Union zur Umverteilung (Relocation) von Flüchtlingen sind im Januar 50 Personen aus Griechenland in der Schweiz eingetroffen. Bei diesem Programm werden Asylsuchende, die schon in Italien oder Griechenland registriert wurden, auf andere europäische Staaten verteilt. Seit der Einführung dieses Programms zur Entlastung der beiden Dublin-Staaten, die an der EU-Aussengrenze mit sehr hohen Gesuchseingängen konfrontiert sind, hat die Schweiz bis Ende Januar 418 Personen aufgenommen.
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