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Trockenheit beeinträchtigt Mineralölversorgung der Schweiz
Um die Versorgung sicherzustellen, hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL eine Pflichtlagerunterschreitung um 6,5 Prozent beschlossen
Logistische Engpässe auf dem Rhein und bei ausländischen Bahnen beeinträchtigen den Nachschub von Mineralölprodukten. Um die Versorgung sicherzustellen, hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL eine Pflichtlagerunterschreitung um 6,5 Prozent beschlossen. Diese Massnahme gilt für den Zeitraum zwischen dem 25. Juli und Anfang September 2022.
Obwohl auf dem internationalen Markt ausreichend Mineralölprodukte vorhanden sind, können diese nur beschränkt in die Schweiz transportiert werden. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Erstens die langanhaltende Trockenheit, die zu rekordtiefen Rheinpegeln führt, so dass die Lademengen drastisch reduziert werden mussten. Zweitens ist der grenzüberschreitende Bahnverkehr wegen Personalengpässen und Bauarbeiten von Ausfällen und massiven Verspätungen betroffen.
Um die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten trotzdem sicherzustellen, hat das BWL beschlossen, vorübergehend die Mineralöl-Pflichtlager bis Anfang September 2022 um 245’000 m3 zu unterschreiten. Diese Menge entspricht rund 6,5 Prozent der gesamten vom Bund vorgeschriebenen Mineralöl-Pflichtlager, bzw. rund 25 Prozent eines Monatsabsatzes.
In Normalzeiten erfolgt die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten vom Ausland primär über die Bahn und den Rhein sowie aus dem Inland über die Raffinerie Cressier. Die letzte Pflichtlagerunterschreitung bei Mineralölprodukten wurde im ebenfalls sehr trockenen Sommer 2018 beschlossen, als der Transport auf dem Rhein nur noch sehr eingeschränkt möglich war.
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