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2020 war unbezahlte Arbeit 434 Milliarden Franken wert
Dies zeigen die neuen Zahlen zum Satellitenkonto Haushaltsproduktion des Bundesamtes für Statistik (BFS)
Das Satellitenkonto Haushaltsproduktion (SHHP) setzt den fiktiven, monetären Wert der unbezahlten Arbeit in Bezug zur gesamten Bruttowertschöpfung der Schweiz und zeigt damit seine volkswirtschaftliche Bedeutung.
Das Zeitvolumen für unbezahlte Arbeit übersteigt jenes der bezahlten Arbeit
Im Jahr 2020 hat die gesamte ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in der Schweiz 9,8 Milliarden Stunden unbezahlt gearbeitet, was im Durchschnitt 1350 Stunden pro Person bedeutet. Im Vergleich dazu hat die gleiche Bevölkerung 7,6 Milliarden Stunden gegen Bezahlung gearbeitet. Die Frauen übernahmen 60,5% des unbezahlten Arbeitsvolumens, die Männer 61,4% des bezahlten Arbeitsvolumens.
Die Hausarbeiten machen mit 7,6 Milliarden Stunden gut drei Viertel des Gesamtvolumens an unbezahlter Arbeit aus. Die Betreuungsaufgaben für Kinder und Erwachsene im eigenen Haushalt lassen sich mit 1,6 Milliarden Stunden oder 16% des Gesamtvolumens pro Jahr beziffern. Für Freiwilligenarbeit wurden 621 Millionen Stunden aufgewendet. Dabei fällt mit 454 Millionen Stunden mehr Zeit auf die informelle Freiwilligenarbeit als auf die institutionalisierte Freiwilligenarbeit (166 Millionen Stunden).
Die Hausarbeit hat den grössten Anteil am Gesamtwert der unbezahlten Arbeit
Bei der Schätzung des fiktiven Geldwertes der unbezahlten Arbeit wird berechnet, wie viel die privaten Haushalte einer über den Markt engagierten Person für die Ausführung dieser unbezahlten Tätigkeiten bezahlen müssten. Als Vergleichsgrössen dienen die durchschnittlichen Arbeitskosten nach vergleichbaren Berufsgruppen.
Die Hausarbeit hat mit 319 Milliarden Franken oder rund 73% des Gesamtwertes der unbezahlten Arbeit den grössten Anteil. Die Betreuungsaufgaben werden auf 82 Milliarden Franken oder 19% des Gesamtwertes geschätzt, die institutionalisierte und informelle Freiwilligenarbeit zusammen auf 33 Milliarden Franken oder 8% des Gesamtwertes.
Über 41% der Bruttowertschöpfung in der erweiterten Gesamtwirtschaft fallen auf die Haushalte
Ziel des SHHP ist es, eine Verbindung zwischen der unbezahlten Arbeit und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) herzustellen. Während normalerweise die Haushaltsproduktion einen sehr kleinen Anteil am traditionellen Bruttoinlandprodukt (BIP) hat, schätzt das SHHP den Anteil der totalen Haushaltsproduktion am entsprechend erweiterten BIP. 2020 machte die Bruttowertschöpfung der privaten Haushalte 41,4% der um die Haushaltsproduktion erweiterten Gesamtwirtschaft aus.
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