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15 Jahre albinfo.ch: Gemeinsam mit der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz und anderswo sind wir diesen Weg gegangen

albinfo.ch begann seinen Weg im Jahr 2010, zu einer Zeit, als die Medienpräsenz der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz noch ganz anders aussah als heute.

Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit für ein Medium. Doch wenn ich auf den Weg der Plattform albinfo.ch zurückblicke, messe ich diese Jahre nicht allein an den Nachrichten, die wir veröffentlicht haben, an den Interviews, Reportagen oder den Ausgaben unseres Magazins.

Ich messe sie vor allem an den Menschen und ihren Geschichten.

Die Plattform albinfo.ch begann ihren Weg im Jahr 2010 als Onlinemedium, zu einer Zeit, als die Medienpräsenz der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz noch ganz anders aussah als heute. Im Jahr 2014 kam das gedruckte Magazin hinzu. Heute zählen wir 95 Ausgaben, die in gedruckter Form erschienen sind.

Und diese Zahl hat eine besondere Bedeutung.

Wir haben unser Magazin weiterhin gedruckt und überall dort verteilt, wo unsere Gemeinschaft lebt und tätig ist, und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Printmedien zunehmend an Bedeutung verloren und viele von ihnen eingestellt wurden. Während sich immer mehr auf die Bildschirme verlagerte, waren wir weiterhin davon überzeugt, dass es wertvoll ist, wenn albinfo.ch seine Leserinnen und Leser auch in gedruckter Form erreicht.

Unsere Magazine lagen in Unternehmen, Restaurants, Institutionen, bei Veranstaltungen, in Kulturzentren und an vielen weiteren Orten auf, an denen sich Albanerinnen und Albaner begegnen. Sie wurden von Hand zu Hand weitergegeben und brachten den Leserinnen und Lesern Porträts, Interviews, Analysen und Geschichten aus unserer Gemeinschaft näher.

 

95 Magazinausgaben sind nicht einfach nur 95 Veröffentlichungen. Sie sind 95 Zeugnisse einer Zeit und des Wandels einer Gemeinschaft.

Das Jahr 2017 war eine entscheidende Phase, denn wir mussten ein Modell entwickeln, das albinfo.ch langfristig tragfähig machen und es ermöglichen würde, aus eigener Kraft weiterzubestehen.

Seitdem funktioniert die Plattform albinfo.ch als selbstfinanziertes Medium.

Der Weg war nicht immer einfach. Ein professionelles Medium für die albanische Gemeinschaft mit einem kleinen Team und grossen Ambitionen aufrechtzuerhalten, erfordert weit mehr, als täglich Nachrichten zu produzieren.

Es braucht Vertrauen.

Das Vertrauen der Leserinnen und Leser, der Mitarbeitenden, der Partner und der Unternehmen, die in albinfo.ch eine seriöse Kommunikationsplattform für die albanische Gemeinschaft erkannt haben.

Vor allem aber muss man wissen, warum es dieses Medium gibt.

Für mich war die Antwort in all diesen Jahren klar: albinfo.ch muss dort präsent sein, wo die albanische Gemeinschaft ist, und ihre Geschichte erzählen.

Und diese Gemeinschaft hat sich ausserordentlich stark verändert.

In diesen 15 Jahren haben wir erlebt, wie Albanerinnen und Albaner Unternehmen gegründet haben, junge Menschen ihr Studium an renommierten Universitäten abgeschlossen haben, Fachkräfte wichtige Verantwortung übernommen haben, Künstlerinnen und Künstler Teil der Schweizer Kulturszene geworden sind, Sportlerinnen und Sportler internationale Erfolge erzielt haben und sich immer mehr Albanerinnen und Albaner aktiv am politischen und institutionellen Leben der Schweiz beteiligen.

albinfo.ch hatte das Privileg, viele dieser Lebenswege begleiten zu dürfen.

Wir haben Hunderte von Interviews, Porträts, Reportagen und Geschichten veröffentlicht. Wir haben Unternehmen besucht, die von Albanerinnen und Albanern aufgebaut wurden, Familien besucht und Künstlerinnen und Künstler, Sportlerinnen und Sportler, Studierende, Fachkräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer getroffen. Wir haben über Erfolge berichtet, aber auch die Themen und Herausforderungen nicht ausgeklammert, die unsere Gemeinschaft beschäftigt haben.

Im Laufe der Jahre wurde uns bewusst, dass unsere Rolle nicht mit der Veröffentlichung eines Artikels enden sollte.

Deshalb haben wir Wirtschaftsforen, Veranstaltungen für Unternehmerinnen und Unternehmer, kulturelle Aktivitäten und Begegnungen organisiert, die Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und Generationen zusammengebracht haben.

Von einer Plattform, die über die Gemeinschaft berichtet, hat sich albinfo.ch bemüht, auch zu einer Plattform zu werden, die diese Gemeinschaft miteinander verbindet.

Wenn ich heute zurückblicke, bin ich besonders stolz auf das Verhältnis zwischen unserer Grösse und dem, was wir erreicht haben.

Ein besonderes Kapitel dieses Weges waren auch die albGala-Abende der Plattform albinfo.ch und die Wahl der “Persönlichkeit des Jahres” in der Schweiz.

Wir waren stets davon überzeugt, dass die Leistungen der Menschen aus unserer Gemeinschaft nicht nur Gegenstand der Berichterstattung sein sollten. Sie verdienen auch Anerkennung, Sichtbarkeit und vor allem, dass wir uns gemeinsam darüber freuen und sie miteinander feiern.

Mit den albGala-Abenden haben wir albanische Persönlichkeiten auf einer Bühne zusammengebracht, die in der Schweiz und darüber hinaus Spuren hinterlassen haben, sei es in Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport oder zahlreichen anderen Bereichen.

Wir haben die Erfolge von Unternehmerinnen und Unternehmern, Kunstschaffenden, Politikerinnen und Politikern, Fachkräften, Sportlerinnen und Sportlern sowie jungen Menschen gewürdigt, die mit ihrer Arbeit Grenzen überwunden und neue Wege eröffnet haben.

Für uns war die “Persönlichkeit des Jahres” nie nur eine Auszeichnung. Sie war eine Möglichkeit, zum Ausdruck zu bringen, dass wir als Gemeinschaft unsere eigenen Werte erkennen, erfolgreiche Menschen unterstützen und inspirierende Vorbilder für kommende Generationen schaffen sollten.

Denn eine Gemeinschaft entsteht nicht allein dadurch, dass sie über ihre Probleme spricht. Sie wird auch dann stärker, wenn sie sich über ihre eigenen Erfolge freuen kann.

Und vielleicht war genau das eine der schönsten Aufgaben von albinfo.ch in diesen 15 Jahren: die Geschichten unserer Menschen zu erzählen, aber auch Momente zu schaffen, in denen wir innehalten, zurückblicken, erkennen können, wie weit wir gekommen sind, und ihre Leistungen gemeinsam feiern.

Wir waren und sind weiterhin ein kleines Team.

Doch hinter diesem kleinen Team stehen 95 Magazinausgaben, Tausende von Nachrichtenartikeln, Hunderte von Interviews, Porträts und Reportagen, wirtschaftliche und kulturelle Veranstaltungen und vor allem Tausende von Menschen, deren Geschichten bei albinfo.ch ihren Platz gefunden haben.

Ein kleines Team mit grossen Erfolgen.

Natürlich haben wir in diesen Jahren auch Fehler gemacht. Wir haben daraus gelernt, uns angepasst und uns gemeinsam mit dem Wandel des Journalismus weiterentwickelt. Vom Nachrichtenportal und dem gedruckten Magazin bis hin zu sozialen Netzwerken und Videos hat sich die Art der Kommunikation kontinuierlich verändert.

Doch eines darf sich nicht ändern: die Glaubwürdigkeit.

In einer Zeit, in der Informationen schneller als je zuvor produziert und verbreitet werden und soziale Netzwerke die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren, grundlegend verändert haben, bin ich überzeugt, dass ein Medium wie albinfo.ch eine noch grössere Verantwortung trägt, professionell, seriös und nah an seinen Leserinnen und Lesern zu bleiben.

Das 15-jährige Jubiläum ist natürlich ein Grund zum Feiern. Für mich ist es jedoch vor allem ein Moment, um Danke zu sagen.

Allen Journalistinnen und Journalisten, Redaktorinnen und Redaktoren, Fotografinnen und Fotografen, Mitarbeitenden und Freunden, die im Laufe der Jahre ihre Spuren bei albinfo.ch hinterlassen haben.

Den Partnern und Unternehmen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und die insbesondere seit 2018 ein wichtiger Bestandteil des Modells waren, das es uns ermöglicht hat, als selbstfinanziertes Medium weiterzubestehen.

Und vor allem unseren Leserinnen und Lesern.

Jenen, die uns täglich online lesen, aber auch all jenen, die im Laufe der Jahre eine unserer 95 Magazinausgaben in den Händen gehalten haben.

Ohne sie gäbe es albinfo.ch nicht.

Als albinfo.ch im Jahr 2010 gegründet wurde, befand sich die albanische Gemeinschaft in der Schweiz in einer anderen Entwicklungsphase. Fünfzehn Jahre später ist sie eine wesentlich gefestigtere, professionellere und sichtbarere Gemeinschaft, mit einer neuen Generation, die zunehmend Verantwortung in der Schweizer Gesellschaft übernimmt.

In gewisser Weise ist auch unsere eigene Geschichte gemeinsam mit der Geschichte dieser Gemeinschaft gewachsen.

Wir haben über die Gemeinschaft berichtet, sind aber gleichzeitig auch gemeinsam mit ihr diesen Weg gegangen.

Die 95 Ausgaben des albinfo.ch-Magazins bilden heute ein Archiv dieses Weges. In einer Zeit, in der Printmedien zunehmend an Bedeutung verloren, haben wir sie weiterhin gedruckt und verteilt, weil wir davon überzeugt waren, dass die Geschichten unserer Gemeinschaft es verdienen, nicht nur auf dem Bildschirm gelesen, sondern auch auf Papier festgehalten zu werden.

Und heute, nach 15 Jahren, blicken wir nicht nur auf das zurück, was wir aufgebaut haben, sondern richten unseren Blick auch nach vorne.

Denn die Geschichte der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz wird weitergeschrieben.

Und albinfo.ch wird weiterhin da sein, um sie zu erzählen, künftig auch mit neuen Projekten wie albpodcast und einer Ausweitung auf alle Länder, in denen Albanerinnen und Albaner leben.