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66 000 kosovarische Asylsuchende in Europa
Seit dem 1. Januar 2009 bis zum 31. August 2013 haben 66085 Kosovaren einen Asylantrag in einem EU-Land gestellt
Auf der Suche nach einem besseren Leben haben seit Januar 2009 bis August des laufenden Jahres rund 66 000 Kosovaren in den EU-Staaten einen Asylantrag gestellt. Als beliebteste Ziele erwiesen sich Frankreich und Deutschland.
Experten vermuten, dass die Dunkelziffer der Asylsuchenden viel höher ist. Tausende Menschen halten sich illegal in der EU auf und haben Angst, dass sie ausgeschafft werden. Eurostat meldet, dass die Zahl der Asylsuchenden besonders in den ersten 8 Monaten des Jahres 2013 deutlich zugenommen hat – doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum der Vorjahre, schreibt Zëri.
Laut Eurostat-Zahlen suchten in dem Zeitraum zwischen 1. Januar 2009 bis 31. August 2013 66 085 Kosovaren Asyl in einem EU-Land. Auch die Schweiz, Island, Lichtenstein und Norwegen sind betroffen. Nur in den ersten acht Monaten des Jahres 2013 haben 14 345 Kosovaren Asyl gesucht, sagt Louis Corselli-Nordblad, Pressesprecherin von Eurostat. Im Jahr 2012 suchten insgesamt 10 290 Asyl.
Beliebtestes Ziel der Asylsuchenden aus Kosovo ist Frankreich. In den letzten vier Jahren haben 20 290 Kosovaren in Frankreich Asyl gesucht; in Deutschland 11 030 und in Belgien 10 660. In Ungarn wurden 7 800 Asylanträge von Kosovaren gestellt, in Österreich 3 160, in der Schweiz 2 94, in Italien 860, in Luxemburg 760, in Norwegen 725, in Dänemak 585, in Finnland 545, in Holland 185, in England 140, in Slowenien 105, in Lichtenstein 25 usw.
Die Asylfrage bleibt unterdessen das Hauptkriterium bezüglich der Liberalisierung des Visa-Regimes für Kosovo. Die Regierung hat mehrmals die Bevölkerung aufgerufen, das Land nicht zu verlassen und kein Asyl mehr in den EU-Ländern zu suchen – es gibt kein Asyl mehr für Kosovaren.
Integrationsministerin Vlora Citaku wiederholte diese Forderung – und fügte hinzu, man habe noch viel zu tun, bis man die Gründe eliminiert hat, die dazu führen, dass die Bürger auf der Suche nach einem besseren Leben das Land verlassen.
„Es ist extrem wichtig, unseren Bürger klar zu machen, dass Asyl keine Option mehr für Kosovaren ist. Die Polizei hat eine gute Arbeit geleistet bei der Bekämpfung von Schlepperbanden. Es ist klar – Asyl für Kosovaren gibt es nicht mehr. Der Asyl ist der grösste Stolperstein auf dem Weg zur Liberalisierung des Visaregimes“, so Citaku.
Kosovaren zahlen Schleppern Tausende Euro, damit sie das Land illegal verlassen und in die EU-Länder einreisen. Die Kosovo Polizei hat im Juli des vergangenen Jahres mehrere Personen verhaften, die beschuldigt werden, in diesen illegalen Aktivitäten verwickelt zu sein.
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