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Die Schweiz und Slowenien betonen Verbundenheit und dynamischen Austausch
Schweizer Firmen, vor allem aus dem Pharmasektor, zählen zu den wichtigsten Investoren in Slowenien und im ersten Halbjahr 2019 legten die Schweizer Exporte um 280 Prozent zu
Der slowenische Präsident Borut Pahor hat der Schweiz am Donnerstag, 19. September 2019, einen offiziellen Besuch abgestattet. Bundespräsident Ueli Maurer und Bundesrat Ignazio Cassis empfingen die slowenische Delegation im Landgut Lohn. Beide Seiten betonten die enge Verbundenheit ihrer Länder sowie die dynamischen Beziehungen.
Die guten Kontakte spielen im Wissenschafts- und Forschungsbereich und in Umweltfragen eine grosse Rolle sowie bei den Wirtschaftsbeziehungen. Das bilaterale Handelsvolumen wuchs zwischen 2017 und 2018 um mehr als 50 Prozent und erreichte ein Allzeithoch. Schweizer Firmen, vor allem aus dem Pharmasektor, zählen zu den wichtigsten Investoren in Slowenien und im ersten Halbjahr 2019 legten die Schweizer Exporte um 280 Prozent zu. Beide Länder arbeiten zudem im Rahmen der Alpenkonvention eng zusammen.
Seitens der Schweiz nahm neben dem Bundespräsidenten und Bundesrat Cassis auch Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), an den offiziellen Gesprächen teil, seitens Slowenien der Vize-Premier, Bildungs- und Wissenschaftsminister Jernej Pikalo. Staatssekretärin Hirayama und Minister Pikalo hatten sich vorgängig über Möglichkeiten ausgetauscht, die Forschungskooperation weiter zu vertiefen.
Auf Präsidialstufe wurde die Rolle der Schweiz als einer bedeutenden Partnerin der Europäischen Union betont. Slowenien gehört der EU seit 2004 an und wird im zweiten Semester 2021 zum zweiten Mal die EU-Ratspräsidentschaft innehaben. In Bezug auf das institutionelle Abkommen zwischen der Schweiz und der EU bekräftigte Bundespräsident Maurer den Willen des Bundesrates, eine Einigung mit der EU zu erzielen.
Weiteres Thema waren die Herausforderungen der Digitalisierung. Bundespräsident Maurer und Bundesrat Cassis nutzten die Gelegenheit, auf die «Swiss Digital Initiative» zur Einhaltung von ethischen Grundregeln im Umgang mit Daten sowie auf die Stiftung für «Science Diplomacy» mit Sitz in Genf hinzuweisen. Präsident Pahor sprach über die Pläne Sloweniens, in Zusammenarbeit mit der UNESCO ein Zentrum für künstliche Intelligenz zu eröffnen. Es wurde ein Austausch zum Thema Digitalisierung vereinbart.
Die Schweiz begrüsst das slowenische Engagement zugunsten einer Integration weiterer Staaten in die EU, da die Beitrittsperspektive auf dem Westbalkan zur Stabilität beitragen kann. Neben den offiziellen Gesprächen zählte auch ein Höflichkeitsbesuch von Präsident Pahor am Mittwoch bei Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti zum Programm.
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