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Start der Rekrutenschule 2/22: 8’159 Rekrutinnen und Rekruten und 2’500 Kader erwartet
Der Anteil der Frauen an den rund 8'159 Rekrutinnen und Rekruten und 2'500 Kadern liegt bei 4,1 Prozent und ist damit weiter gestiegen
Die stark verbesserte Corona-Situation erlaubt es, auf ein gestaffeltes Einrücken mit Distance Learning zu verzichten. Das Gros der erwarteten 8’159 Rekrutinnen und Rekruten rückt somit heute in die Kasernen ein und beendet die 18-wöchige Schule am 4. November. Für die Spezialkräfte beginnt die Rekrutenschule eine Woche später und dauert 23 Wochen. Während der Rekrutenschule werden 49 Einheitskommandanten, 362 Zugführer, 191 höhere Unteroffiziere sowie 1’898 Unteroffiziere ihren Grad abverdienen.
Corona-Massnahmen weitgehend aufgehoben
Aufgrund der deutlich gesunkenen Corona-Fallzahlen konnten die Massnahmen in den Rekrutenschulen weitgehend aufgehoben werden. Auf das gestaffelte Einrücken mit Distance Learning wird verzichtet. Die Maskentragpflicht wurde bereits per 2. Mai 2022 aufgehoben. Es wird jedoch weiterhin empfohlen, die etablierten Hygienemassnahmen, wie beispielsweise Abstand halten, Händewaschen oder das Vermeiden des Händeschüttelns anzuwenden. Auf freiwilliger Basis ist das Tragen von Hygienemasken weiterhin erlaubt. Zudem werden alle Einrückenden zu Beginn des Kadervorkurses sowie der Rekrutenschule einmalig mittels eines Spucktests auf das Corona-Virus getestet.
Zahl weiblicher Armeeangehöriger gestiegen
Unter den knapp 8’159 Rekrutinnen und Rekruten befinden sich 244 Frauen, die den Militärdienst freiwillig absolvieren. Dies entspricht einem Anteil von 3,0 Prozent. Somit ist die Zahl der Rekrutinnen das dritte Jahr in Folge gestiegen (Juli 2020: 171, Juli 2021: 212). Dazu kommen insgesamt 193 weibliche Angehörige der Armee, die ihren praktischen Dienst als Kader leisten. Der prozentuale Anteil Frauen in der Schweizer Armee liegt bei knapp über einem Prozent.
1’532 aller Eingerückten absolvieren ihren Dienst im Durchdienermodell und leisten somit alle ihre Diensttage am Stück.
Beratung und Betreuung
Wer als Kader seinen Grad in der Schweizer Armee abverdient, hat Anrecht auf eine Ausbildungsgutschrift. Der Betrag, welcher je nach Dienstgrad und Ausbildungszeit unterschiedlich hoch ausfällt, kann individuell für eine zivile Aus- oder Weiterbildung genutzt werden.
Armeeangehörige, die Hilfe benötigen, werden medizinisch, seelsorglich, psychologisch und sozial beraten und betreut. Der Sozialdienst der Armee bietet insbesondere bei finanziellen Problemen Unterstützung an. Rekrutinnen und Rekruten können sich in persönlichen Fragen und Angelegenheiten direkt an ihr Kommandantin oder ihren Kommandanten, die Truppenärztin oder den Truppenarzt sowie an die Armeeseelsorgerin oder den Armeeseelsorger ihrer Schule respektive an die Armeeseelsorge (0800 01 00 01), den Psychologisch-Pädagogischen Dienst (0800 11 33 55) oder den Sozialdienst der Armee (0800 855 844) wenden.
Zudem steht die Unabhängige Vertrauensstelle (058 465 20 10) den eingeteilten Angehörigen der Armee (AdA), künftigen sowie ehemaligen AdA, Angehörigen und Nächsten offen. Diese können sich niederschwellig melden, wenn sie ein Anliegen im Zusammenhang mit dem Militärdienst umtreibt, welches sich auf dem ordentlichen Dienstweg oder mit den armeeinternen Stellen nicht hat klären lassen. Melden dürfen sie sich auch, wenn sie nicht wissen, an wen genau sie sich mit ihrem Anliegen wenden können.
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