Frauen
Drei Kosovarerinnen erhalten Anerkennung für ihr mutiges Eingreifen nach Messerattacke in Siegen
Letzten Sommer riskierten vier Personen in Siegen ihr Leben, um eine Frau aufzuhalten, die wegen versuchten Mehrfachmords verdächtigt wird. Sechs Menschen wurden bei dem Messerangriff in einem Bus während des Siegener Stadtfestes verletzt.
Eine 32-jährige Frau, die auf dem Weg zum Fest war, soll plötzlich andere Fahrgäste mit einem Messer attackiert haben. Drei Frauen aus Kosovo und ein syrischer Staatsangehöriger versuchten, sie zu stoppen.
Für ihren zivilcouragierten Einsatz sind sie nun geehrt worden. Im Büro des Kreises Siegen-Wittgenstein überreichte Kreisdirektor Andreas Müller den Retterinnen Urkunden für ihr Engagement und erklärte laut wdr.de: „Mit ihrem Handeln seid ihr nicht nur Vorbilder, sondern habt gleichzeitig euer Leben riskiert, um noch Schlimmeres zu verhindern.“
Eine der Kosovarerinnen schützte dabei ihr eigenes Kind, das in einem Kinderwagen saß. Die beiden anderen Frauen und der Syrer halfen, die 32-Jährige zu überwältigen, nachdem sie bereits weitere Passagiere verletzt hatte. Drei Opfer erlitten lebensgefährliche Verletzungen.
Die Polizei wurde alarmiert und konnte die Täterin noch am Tatort festnehmen.
„Es ist unfassbar, was sich in diesem Bus abgespielt hat. Trotz der Dynamik habt ihr gemeinsam entschieden, Menschen in Not zu helfen. Dafür spreche ich euch meinen aufrichtigen Dank aus“, so Müller.
Die drei Kosovarerinnen und der syrische Helfer wollten anonym bleiben; daher wurden weder ihre Namen noch Fotos veröffentlicht.
Das Urteil gegen die Tatverdächtige wird am Mittwoch erwartet. Ihr droht lebenslange Haft.
berichtet albinfo.ch.
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