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Balkan durch Auswanderung bedroht
Die Weltbank schlägt Alarm: sechs Länder des Westbalkans verlieren ihr Humankapital. Innerhalb von 25 Jahre sind 4.9 Millionen Menschen aus dem Balkan ausgewandert.
In den letzten 25 Jahren haben rund 5 Millionen Menschen den Westbalkan verlassen – hauptsächlich Richtung EU-Länder. Der Grossteil sind junge, gut ausgebildete Menschen.
Diese Zahlen veröffentlichte die Weltbank in ihrem Bericht zur Wirtschaft der sechs Westbalkanländer – durch Auswanderung, verlieren diese Länder einen sehr wichtigen, vitalen Teil ihrer Bevölkerung, alarmiert die Weltbank. Die Regierungen werden dazu aufgerufen, Massnahmen zu ergreifen.
“Die Länder von Süd-Ost-Europa (Albanien, Mazedonien, Kosova, Montenegro, Bosnien und Herzegovina) sind Länder, die von den Auswanderung betroffen sind – rund 25% der Bevölkerung dieser Länder ist ausgewandert, schreibt die Weltbank in ihrem Bericht, meldet Telegrafi in Prishtina.
“Seit den 1990er Jahre gab es einen kontinuierlichen Auswanderungsstrom aus diesen Ländern – 4.9 Millionen Menschen haben diese Länder verlassen. In den 1990er Jahren wanderten die Menschen hauptsächlich wegen der Balkankriege. Nun fliehen die Menschen in den letzten Jahren aus wirtschaftlichen Gründen”, zitiert albinfo.ch den Bericht der Weltbank.
Schwachen Wirtschaftswachstumsraten seit der globalen Finanzkrise, chronisch hohe Arbeitslosenzahlen, Einkommensniveau, das einem Drittel des europäischen Durchschnitts entspricht, sind die wichtigsten Gründe für die anhaltende Auswanderung. “Infolgedessen wandern die Menschen aus, auf der Suche nach einem besseren Leben”.
“Der Grossteil der Migranten sind junge arbeitsfähige Menschen und mit einer höheren Ausbildung als ihre Gleichaltrigen in den Ländern, in denen sie migrieren”, heisst es im Bericht der Weltbank.
“Die Anzahl der in Deutschland registrierten Asylsuchenden aus dem Westbalken hat sich in 2015 innerhalb von sechs Monaten auf 78’000 verdoppelt. Dies muss ein weiterer Grund für die betroffenen Länder sein, um konkrete Massnahmen zu ergreifen und die negativen Folgen des demographischen Wandels durch die alternde Gesellschaft in den jeweiligen Ländern zu bekämpfen”.
Die betroffenen Länder müssen mehr investieren und Möglichkeiten schaffen, damit die Menschen Einkommen generieren können und in ihrer Heimat bleiben, oder sogar, in die Heimat zurückkehren.
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