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Kurti: Deutschland ist der wichtigste Handelspartner des Kosovo

Auf dem Deutsch-Kosovarischen Wirtschaftsforum in Pristina betonte der Premierminister, dass rund 200 Unternehmen mit deutschem Kapital im Kosovo tätig sind. Gleichzeitig stiegen die Exporte nach Deutschland von weniger als 12 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über 107 Millionen Euro im Jahr 2025.

In Pristina wurde die dritte Ausgabe des Deutsch-Kosovarischen Wirtschaftsforums eröffnet. Dabei betonte Kosovos Premierminister Albin Kurti die Bedeutung einer vertieften wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, der Gewinnung neuer Investitionen sowie des Ausbaus der Partnerschaft in den Bereichen Technologie und Innovation, berichtet albinfo.ch.

Das zweitägige Forum wird von der KDWV mit Unterstützung der Deutschen Botschaft und der Regierung des Kosovo organisiert. Ziel ist es, die beim Treffen im Mai auf Schloss Bensberg in Deutschland diskutierten Möglichkeiten in eine langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit umzusetzen.

In seiner Rede erklärte Kurti, dass die Beziehungen zwischen dem Kosovo und Deutschland nicht nur auf Handel und Investitionen beruhen, sondern auch auf den engen Verbindungen zwischen den Menschen beider Länder.

Er hob die wichtige Rolle der kosovarischen Diaspora in Deutschland hervor und bezeichnete sie als bedeutende Brücke zwischen den beiden Gesellschaften sowie als wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Kosovo.

Laut Kurti überwies die kosovarische Diaspora im vergangenen Jahr mehr als 1,4 Milliarden Euro in die Heimat. Seit 2008 stammen nahezu zwei von fünf Euro der Rücküberweisungen aus Deutschland.

Rund 200 Unternehmen mit deutschem Kapital sind im Kosovo tätig

Der Premierminister betonte, dass bereits rund 200 Unternehmen mit deutschem Kapital im Kosovo aktiv sind. Dies sei ein Zeichen des Vertrauens deutscher Investoren in die heimische Wirtschaft.

Er erklärte, dass sich die Exporte des Kosovo nach Deutschland innerhalb des vergangenen Jahrzehnts verneunfacht haben, von weniger als 12 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über 107 Millionen Euro im Jahr 2025.

Das nächste Ziel bestehe darin, die Investitionen auszuweiten, die Lieferketten zu stärken und die Zusammenarbeit in besonders zukunftsträchtigen Branchen weiterzuentwickeln.

Kurti verwies zudem auf die Vorteile, die der Kosovo seiner Ansicht nach Investoren bietet. Dazu zählen eine junge Bevölkerung, ein weit verbreiteter Internetzugang, die Verwendung des Euro sowie ein Steuersystem mit einem Körperschaftsteuersatz von 10 Prozent.

Ausserdem erwähnte er das Freihandelsabkommen mit den EFTA-Staaten, das seinen Angaben zufolge am 1. Oktober in allen vier Mitgliedstaaten in Kraft getreten ist, sowie die Ratifizierung von drei neuen CEFTA-Protokollen.

Digitalisierung, Energie und Industrie im Mittelpunkt

Die drei Schwerpunktthemen der diesjährigen Ausgabe des Forums sind die digitale Transformation und künstliche Intelligenz, Energie und nachhaltige Infrastruktur sowie die Weiterentwicklung von Produktion und Industrie.

Kurti erklärte, dass diese Bereiche Möglichkeiten bieten, deutsches Kapital und deutsche Erfahrung mit dem Fachkräftepotenzial und den Talenten des Kosovo zu verbinden.

Neben Podiumsdiskussionen mit Fachleuten umfasst das Programm des Forums auch Treffen zwischen Unternehmen und Firmenbesuche. Damit sollen neue Geschäftskontakte geknüpft und konkrete Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit identifiziert werden./Albinfo.ch