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Coronavirus: Armee passt Dienstleistungen und RS-Start an
Rund zwei Drittel der ursprünglich in dieser Zeit geplanten Wiederholungskurse wurden auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben
Die Schweizer Armee legt ihr Schwergewicht in den kommenden Monaten auf die Bewältigung der Pandemie. Entsprechend finden im ersten Quartal 2021 zum einen primär Wiederholungskurse von Formationen statt, die dazu einen Beitrag leisten können. Zum anderen beginnt für einen Teil der knapp 12’000 erwarteten Rekruten die Rekrutenschule am 18. Januar zu Hause im «Distance Learning».
Die Schweizer Armee legt in den ersten Monaten dieses Jahres das Schwergewicht auf ihre Beiträge zur Bewältigung der Pandemie. Für die Wiederholungskurse wurde der Dienstleistungsplan so gestaltet, dass im ersten Quartal 2021 eine der Lage angepasste Bereitschaft für mögliche Einsätze zu Gunsten der zivilen Behörden aufrechterhalten werden kann. Rund zwei Drittel der ursprünglich in dieser Zeit geplanten Wiederholungskurse wurden auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben.
RS-Start im “Distance Learning”
Darüber hinaus stellt die Armee eine erfolgreiche Durchführung der Rekrutenschulen unter Corona-Bedingungen sicher. Damit beim Einrücken allfällig positiv auf Corona getestete Rekruten optimal betreut und entsprechende Isolations- und Quarantäne-Massnahmen umgesetzt werden können, erfolgt der physische Eintritt in die Rekrutenschule gestaffelt. Sämtliche Kader rücken wie geplant am 11. Januar ein. In einer ersten Phase rücken am 18. Januar 2021 unter anderen die Rekruten der Sanitäts- und Spital-Rekrutenschulen ein, damit sie rasch ihre Grundausbildung absolvieren können und für allfällige Einsätze zugunsten der zivilen Behörden zur Verfügung stehen.
In einer zweiten Phase rücken am 8. Februar 2021 die weiteren Rekruten physisch in die Kasernen ein. Bis dahin müssen sie sich drei Wochen zuhause selbständig via «Distance Learning» theoretische Grundkenntnisse des Militärs und des militärischen Alltags aneignen sowie ein Sporttraining absolvieren. Das Lernprogramm wird den Rekruten von der Armee zur Verfügung gestellt. Der Lernerfolg wird nach dem Einrücken überprüft. Die Tage im «Distance Learning», das rund sechs Stunden Selbststudium und Lernen pro Tag und vier Stunden Sporttraining pro Woche umfasst, werden vollumfänglich als Diensttage angerechnet.
Mit dieser Lösung bleibt einerseits die kurzfristige zusätzliche Unterstützung des zivilen Gesundheitswesens mit «Helping Hands» möglich, falls eine solche nötig sein sollte. Andererseits wird auch die Ausbildung des Nachwuchses und damit die langfristige Bereitschaft der Armee zu Gunsten der Sicherheit der Schweiz gewährleistet.
Erfahrungen aus 2020 umsetzen
Die Armee stützt sich bei den Massnahmen auf die Erfahrungen aus über 300’000 geleisteten Diensttagen zu Gunsten der zivilen Behörden und zwei erfolgreich unter Corona-Bedingungen durchgeführten Rekrutenschulen im 2020. Für sämtliche Dienstleistungen gelten Schutzkonzepte, die strikt umgesetzt und bei Bedarf der Lage angepasst werden.
Weitere Informationen über den Dienstleistungsplan der Armee im ersten Quartal 2021 sowie die Anpassungen in den Rekrutenschulen finden sich im Corona-Dossier der Armee im Internet.
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