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Das Bundesamt für Justiz erhält das erste Label für die Mehrsprachigkeit
Dem Bundesamt für Justiz (BJ) wurde heute nach einem mehrere Monate dauernden Zertifizierungsverfahren das erste Label für die Mehrsprachigkeit verliehen. Mit 284 Mitarbeitenden aus den vier Sprachregionen der Schweiz erfüllt das BJ die strengen Kriterien für diese Zertifizierung, die von der Bieler Stiftung Forum für die Zweisprachigkeit ausgestellt wird. Die Verleihung fand in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin EJPD, in Bern statt
Die 1996 gegründete Stiftung Forum für die Zweisprachigkeit wird vom Bund, vom Kanton Bern und der Stadt Biel/Bienne finanziert und beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit den verschiedenen Sprachgemeinschaften der Schweiz ergeben. Das Label für die Mehrsprachigkeit wurde vom Forum für die Zweisprachigkeit auf der Grundlage des Sprachengesetzes (SpG) und der Ausführungsverordnung (SpV) sowie spezifischen Kriterien erstellt. Das neue Label, das die Mehrsprachigkeit (Deutsch, Französisch, Italienisch) in den Bundesämtern betrifft, untersucht die Ausübung der verschiedenen Sprachen, die Gewährleistung des Miteinanderlebens der verschiedenen Sprachgemeinschaften sowie das Engagement des BJ zur Förderung der sprachlichen Minderheiten und der Mehrsprachigkeit innerhalb des Amtes. Der Zertifizierungsprozess umfasst grundsätzlich vier Bereiche, die analysiert werden: Erscheinungsbild und Kommunikation gegen aussen, Zusammensetzung und sprachliche Kompetenzen der Mitarbeitenden gemäss SpV, Qualität der internen Kommunikation innerhalb des Amtes und subjektive Einschätzung des sprachlichen Klimas im Amt.
Herausforderungen und Ergebnisse
Das Label für die Mehrsprachigkeit bestätigt, dass das BJ in der Lage ist, Anfragen der Bundesverwaltung, der kantonalen Verwaltung und weiterer Personen kompetent in den drei Landessprachen zu beantworten. Was die sprachliche Zusammensetzung der Mitarbeitenden betrifft, fördert das BJ die Anstellung von Mitarbeitenden, die einer sprachlichen Minderheit der Schweiz angehören. Mit dem Ziel, die von der SpV für jede Sprachgemeinschaft angestrebten Werte zu berücksichtigen, hat das BJ in den letzten fünf Jahren die Zahl der italienischsprechenden Mitarbeitenden verdoppelt. Auf Stufe Direktion und im Kader wird mittelfristig vermehrt die Rekrutierung von französisch- und italienischsprachigen Mitarbeitenden angestrebt.
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