Themen
Die Schweiz und Usbekistan unterzeichnen Vereinbarung für die Rückführung eingezogener Gelder
In der Vereinbarung werden die Prinzipien und die Schritte zur Rückführung definiert. Die Gelder sollen der usbekischen Bevölkerung zugutekommen
Die Schweiz und Usbekistan haben eine Rahmenvereinbarung im Hinblick auf die Rückführung eingezogener Gelder nach Usbekistan unterzeichnet. Diese Vereinbarung bezieht sich einerseits auf rund USD 131 Millionen, die im Rahmen eines der Strafverfahren im Zusammenhang mit Gulnara Karimova, der Tochter des ehemaligen usbekischen Präsidenten, bereits definitiv eingezogen wurden. Sie bezieht sich andererseits auf Vermögenswerte, die im Rahmen der noch laufenden Strafverfahren zukünftig definitiv eingezogen werden könnten. In der Vereinbarung werden die Prinzipien und die Schritte zur Rückführung definiert. Die Gelder sollen der usbekischen Bevölkerung zugutekommen.
Die Direktorin der Direktion für Völkerrecht, Botschafterin Corinne Cicéron Bühler, hat eine rechtlich nicht verbindliche Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die vom Bundesrat genehmigt worden ist. Diese wurde mit Blick auf die Rückführung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte abgeschlossen, welche in der Schweiz eingezogen wurden.
2012 hatte die Bundesanwaltschaft rund 800 Millionen Franken im Rahmen der Strafverfahren im Zusammenhang mit Gulnara Karimova gesperrt. Von dieser Summe sind 2019 rund USD 131 Millionen definitiv eingezogen worden. Die unterzeichnete Vereinbarung definiert den Rahmen für die Rückführung dieser Summe an Usbekistan. Sie erläutert den Rückführungsprozess und legt die Prinzipien für die Rückführung fest. Zu diesen Prinzipien zählen insbesondere:
– Transparenz und Rechenschaftspflicht im Rückführungsprozess;
– Verwendung der Vermögenswerte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der usbekischen Bevölkerung;
– Investition der Gelder in Projekte, welche die nachhaltige Entwicklung unterstützen (in Übereinstimmung mit der Agenda 2030 der UNO sowie der Entwicklungsstrategie Usbekistans);
– Einrichten eines Überprüfungsmechanismus (Monitoring);
– Potentieller Einbezug von nichtstaatlichen Akteuren.
Der Rahmenvereinbarung folgend, werden demnächst Verhandlungen über rechtlich verbindliche Verträge zwischen der Schweiz und Usbekistan beginnen. Dabei soll festgehalten werden, dass die Schweiz die gesamten rund USD 131 Millionen zurückführen wird. Zudem werden die konkreten Modalitäten der Rückführung definiert.
Vermögenswerte in der Höhe von über 650 Millionen Franken bleiben im Rahmen der laufenden Strafverfahren im Zusammenhang mit Gulnara Karimova gesperrt. Die unterzeichnete Rahmenvereinbarung wird auch auf die Rückführung von weiteren Vermögenswerten Anwendung finden, die in diesen Strafverfahren in Zukunft definitiv eingezogen werden könnten.
Die Rahmenvereinbarung steht im Einklang mit der Strategie der Schweiz zur Sperrung, Einziehung und Rückführung von Potentatengeldern («Asset Recovery»).
E-Diaspora
-
Itali
Arbëresh-Parade in Spezzano Albanese, albanische Tradition in den Straßen der Stadt Traditionelle Trachten, Musik und Tänze rückten im Stadtzentrum das Erbe der Arbëresh-Gemeinschaften und ihre Verbundenheit mit... -
Die albanische Professorin Shyhrete Rexhaj leitet in Lausanne eine wissenschaftliche Debatte über Selbsteinschätzung und Pflege im Bereich der Krankenpflege -
Der Ergänzungsunterricht in albanischer Sprache beginnt in Bietigheim-Bissingen -
Francë
Kosovo präsentiert sich bei den Konsularischen Festen in Lyon, mit Fokus auf Kultur und Zusammenarbeit für “Prishtina 2030” -
Hamburg
Elbenita Kajtazi wird auf der Bühne der Staatsoper Hamburg gewürdigt
Leben in Deutschland
-
Brajan Gruda entscheidet sich für Deutschland statt für Albanien Das albanische Talent steht auf der ersten Liste von Nationaltrainer Jürgen Klopp für die kommenden Spiele... -
Gjermani
Von Deutschland nach Harvard und Cambridge: Emin Gashi, das albanische Talent, das an neuen Krebstherapien forscht -
Ajeti: Zwei Kandidaten aus dem Kosovo treten bei den nächsten Wahlen im Land Berlin an -
Bücher für den ergänzenden Albanischunterricht treffen im Konsulat des Kosovo in München ein -
Kosovo und Deutschland gemeinsam gegen Zecken, die ein tödliches Virus übertragen








