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Die Schweiz verstärkt ihre humanitäre Präsenz in Syrien
Die Verstärkung der Präsenz durch die Eröffnung eines humanitären Büros in Damaskus erlaubt es der Schweiz, unter Leitung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), den Dialog zur Gewährleistung des humanitären Zugangs zur betroffenen Bevölkerung und zur Verbesserung der Hilfeleistungen zu intensivieren und Projekte vor Ort enger zu begleiten
Um den Zugang zu den Notleidenden zu verbessern und Projekte enger zu begleiten und zu koordinieren, hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Damaskus ein humanitäres Büro eröffnet. Bislang wurde die humanitäre Hilfe für die hilfsbedürftige Bevölkerung primär über die Schweizer Vertretungen in den Nachbarstaaten umgesetzt. Das humanitäre Engagement im Zusammenhang mit der Syrienkrise ist die zurzeit grösste humanitäre Operation der Schweiz.
Die humanitäre Lage in Syrien bleibt weiterhin dramatisch und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, einschliesslich der Schweiz, ist mehr denn je gefordert. Dies zeigt sich aktuell besonders in Ost-Ghouta nahe Damaskus, wo es der Bevölkerung an Nahrung und dringender medizinischer Versorgung fehlt.
Die Verstärkung der Präsenz durch die Eröffnung eines humanitären Büros in Damaskus erlaubt es der Schweiz, unter Leitung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), den Dialog zur Gewährleistung des humanitären Zugangs zur betroffenen Bevölkerung und zur Verbesserung der Hilfeleistungen zu intensivieren und Projekte vor Ort enger zu begleiten. Das humanitäre Büro dient auch dazu, neben internationalen Organisationen vermehrt lokale humanitäre Organisationen zu unterstützen.
Der Konflikt ist in seinem siebten Jahr und zählt zu den weltweit schlimmsten humanitären Krisen. Rund 18 Millionen Menschen, davon über 13 Millionen innerhalb Syriens, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit dem Beginn der Krise im Jahr 2011 hat die Schweiz über 315 Millionen CHF zur Unterstützung der von der Syrienkrise betroffenen Bevölkerung bereitgestellt. Rund die Hälfte dieser Mittel wird für Hilfe an die notleidende Bevölkerung in Syrien selbst eingesetzt. Es ist die zurzeit grösste humanitäre Operation der Schweiz.
Seit der Schliessung der Schweizerischen Botschaft, einschliesslich des DEZA-Büros in Damaskus im Frühjahr 2012 wurde das humanitäre Engagement der Schweiz für die Syrienkrise primär über ihre Vertretungen in den Nachbarstaaten (Jordanien, Libanon, Türkei) umgesetzt. Im Rahmen dieser regionalen Krise werden diese Vertretungen auch weiterhin eine zentrale Rolle im humanitären Engagement spielen.
Das humanitäre Engagement der Schweiz richtet sich nach den Bedürfnissen der Notleidenden und erfolgt gemäss den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität. Die humanitäre Hilfe wird unabhängig von ethnischer, religiöser oder politischer Zugehörigkeit der betroffenen Bevölkerung in ganz Syrien geleistet.
Um die grossen Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung in Syrien abzudecken, unterstützt die Schweiz die humanitäre Arbeit von bewährten Partnerorganisationen wie das IKRK, UNO-Agenturen sowie internationale und lokale Partner in Syrien und in der Region bei der Umsetzung von Projekten. Seit mehreren Jahren arbeiten zudem Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe und des Expertenpools für zivile Friedensförderung für Partnerorganisationen in Syrien und der Region.
Das Engagement der Schweiz in der Syrienkrise basiert auf drei Pfeilern: Neben der Unterstützung der Notleidenden in Syrien und den Nachbarländern durch die Humanitäre Hilfe, setzt sich die Schweiz für eine politische Lösung des Konflikts ein. Zudem engagiert sie sich für die Achtung und Förderung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte sowie für die Bekämpfung der Straflosigkeit.
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