Kosovo
Ein modernes Gesetz für die kosovarische Diaspora, das deren Identität garantiert
Als Diaspora sieht das Gesetz die Menschen aus dem Kosovo, die im Ausland leben und eine physische aber auch emotionale Bindung zur Heimat haben und pflegen
In Kosova wird bald ein modernes Gesetz für die Diaspora verabschiedet, das die Rechte der Auslandskosovaren schützt und ihnen die Möglichkeiten einräumt, an Wahlen teilzunehmen, in Kosova zu investieren und in die Heimat zurückzukehren.
Wie es in den einleitenden Bestimmungen steht, zielt dieses Gesetz darauf ab, das Verhältnis der kosovarischen Institutionen zur Diaspora zu regeln, deren Status sowie die sozialen und politischen Interessen zu wahren und die Pflichten der kosovarischen Institutionen gegenüber der Diaspora zu aufzuzählen.
Als Diaspora sieht das Gesetz die Menschen aus dem Kosovo, die im Ausland leben und eine physische aber auch emotionale Bindung zur Heimat haben und pflegen oder bei denen das kollektive Bewusstsein für die Identität besteht. Dazu werden auch die Nachkommen der Ausgewanderten gezählt und diejenigen, die zur Unabhängigkeit von Kosova beigetragen haben.
Im Gesetzesentwurf sind alle Definitionen der kosovarischen Diaspora festgehalten, wie das Verhältnis zur Heimat, die Zusammenarbeit der Diaspora, sowie die Koordination der Diaspora mit den Institutionen von Kosova bezüglich Investitionen und deren Sicherheit.
Der Entwurf sieht auch den “Tag der Diaspora” vor, der jedes Jahr am 2. August stattfinden soll. An diesem Tag sollen Personen, Organisationen und Institutionen geehrt werden, die Besonderes in Bezug auf die Diaspora geleistet haben.
Künftig soll auch im Gesetzt festgehalten werden, welche Pflichten kosovarische Institutionen gegenüber der Diaspora hat – darunter fallen auch die Kulturzentren der Diaspora, die für die Koordination und für verschiedene Aktivitäten der Diaspora zuständig sein werden. Die Kulturzentren haben das Ziel, die nationale Identität und die albanische Sprache zu wahren sowie das Zusatzunterricht in Albanisch zu organisieren. Die Institutionen des Landes sind verpflichtet, Sommer- und Winter-Camps für kosovarische Schüler aus der Diaspora sowie verschiedene Kulturveranstaltungen zu organisieren.
6 bis 9% der Programms des staatlichen TV-Senders RTK soll mit Sendungen über die Diaspora gefüllt werden.
Auch festgehalten werden soll, wer den Diaspora-Status erhalten soll, nämlich kosovarische Staatsangehörige, die im Ausland leben, oder aber auch Kosovaren, die nun eine ausländische Staatsbürgerschaft haben, deren Ehepartner ohne kosovarische Wurzeln, sowie deren Kinder, oder Diaspora-Kosovaren, die sich für die Wahrung der nationalen Identität eingesetzt haben.
Das neue Gesetz soll das alte Diaspora-Gesetz von 2012 ersetzen.
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