Integration
Führer der albanisch-islamischen Gemeinde unterzeichnen Sekularismus-Deklaration mit dem Schweizer Staat
“Mit dieser Deklaration wollen wir der Öffentlichkeit klar machen, dass die albanischen muslimischen Gläubigen gegen jede Form des Missbrauchs der Religion für politische und extremistische Positionen sind. In der Deklaration soll zudem stehen, dass keine religiösen Regeln oder Vorgaben die Gesetze und Regeln in der Schwiez ersetzen und somit keine Alternative zur Rechtssprechung in der Schweiz sein können”, sagt für albinfo.ch der ehemalige kosovarische Botschafter in der Schweiz, Naim Malaj, der auch der Initiator dieser Deklaration ist.
Warum müssen die albanischen islamischen Gemeinden diese Deklaration unterzeichnen, fragt albinfo.ch Naim Malaj. “Die muslimishen Albaner machen den grössten Anteil der muslimischen Gläubigen in der Schweiz aus. Wenn es also um sie geht, ist es besser, wenn sie selber über sich sprechen, anstatt, dass man über sie redet”, sagt Malaj. Das Ziel dieses Treffens ist nicht, dass es zu einer Vereinigung zwischen der zwei grossen Lagern kommt. Es ist sicherlich ein erster Schritt, dem weitere folgen sollten; und warum nicht am Ende auch die Vereinigung. Diese Initiative habe Malaj als Privatperson unternommen.
Albinfo.ch hat auch die Vertreter der beiden albanischen islamischen Gemeinden kontaktiert
Der Vorsitzende der Union der albanischen Imame in der Schweiz, Nehat Ismaili, bestätigt gegenüber albinfo.ch, dass er an diesem Montag an einem Treffen mit hohen Vertretern von Schweizer Behörden und mit Vertretern der albanischen Glaubensgemeinschaft in der Schweiz teilnimmt. An diesem Treffen soll die Deklaration unterzeichnet werden. Es sei ein sehr wichtiger Moment, so Ismaili.
Gefragt nach dem Ziel der Deklaration, sagt Ismaili gegenüberalbinfo.ch: “Die Initiative hat viel zu tun mit dem Engagement und mit den konstruktiven Aktivitäten der albanischen Imame in der Schweiz. Diese Aktivitäten wollen wir im Sinne der Toleranz, der Zusammenarbeit und der Integration der Muslime in der Schweiz weiterführen. Diese Deklaration solle also unser Engagemt in diese Richtung bestätigen”, so Ismaili.
“Die Vereinigung der albanischen muslimischen Organisationen in der Schweiz ist unsere Priorität”, sagte Mustafa Mehmedi, Vorsitzender der Albanichen Gemeinde in der Schweiz. “Die Deklaration sollte nicht nur auf Papier bleiben, wir müssen sie auch praktisch umsetzen. Wir können die Deklaration nicht ein Vertrag mit dem Schweizer Staat nennen. Vielmehr ist es ein Versprechen für die Gegenwart und die Zukunft, dass wir uns an die demokratischen Werten halten. Wir sind nicht nur Albaner, wir sind auch Schweizer. Darum ist die Zukunft dieses Landes auch uns sehr wichtig”, so Mehmedi.
Für die vereinigung der albanischen islamischen Gemeinden in der Schweiz haben im Hintergrund viele Persönlichkeiten gearbeitet. Eine Vermittlerrolle in dieser Angelegenheit hat der ehemalige kosovarische Botschafter in Bern, Naim Malaj, gespielt.
Albinfo.ch sprach auch mit den Botschaftern der Läder, aus denen die albanischen Gemeinde in der Schweiz herkommt.
“In der Funktion als Botschafterin habe ich die beiden islamischen Organisationen in der Schweiz ermunternt, die Differenzen zu beseitigen und zusammenzuarbeiten. Denn dies wäre im Sinne der albanischen islamischen Gemeinde in der Schweiz”, sagte Nazane Breca, kosovarische Botschafterin in Bern.
Auch der Geschäftsträger der mazedonischen Botschaft in Bern, Rafet Hajdari, äusserte sich ähnlich. Es sei eine begrüssenswerte Initiative des ehemaligen kosovarischen Botschafters Malaj. “Wir unterstützen diese Initiative, denn wir sind alle gegen den Extremismus und gegen die Instrumentalisierung der Religion für politische Zwecke. Wir sind absolut dagegen, dass albanische muslimische Gläbige in den Jihad ziehen, in Kriege also, die nichts mit den Albanern zu tun haben. Darum schätzen wir diese Initiative und unterstützen sie”, so Hajdari.
E-Diaspora
-
Karim oder Yannick? Wenn derselbe Satz anders gehört wird Im Mittelpunkt standen Jungen, Rollenbilder, die sogenannte Manosphere und die Frage, wie Schulen mit problematischen Vorstellungen... -
Neue Klasse der Albanischen Schule in Winterthur eröffnet -
Itali
Neuer Kindergarten in Montevarchi trägt den Namen von Mutter Teresa -
Prof. Dr. Alban Y. Neziri wird in das American College of Surgeons aufgenommen und erhält den Titel FACS -
Shaip Beqiri, 50 Jahre auf der Suche nach der Vollkommenheit des Wortes
Leben in Deutschland
-
Brajan Gruda entscheidet sich für Deutschland statt für Albanien Das albanische Talent steht auf der ersten Liste von Nationaltrainer Jürgen Klopp für die kommenden Spiele... -
Gjermani
Von Deutschland nach Harvard und Cambridge: Emin Gashi, das albanische Talent, das an neuen Krebstherapien forscht -
Ajeti: Zwei Kandidaten aus dem Kosovo treten bei den nächsten Wahlen im Land Berlin an -
Bücher für den ergänzenden Albanischunterricht treffen im Konsulat des Kosovo in München ein -
Kosovo und Deutschland gemeinsam gegen Zecken, die ein tödliches Virus übertragen









