Martiale Sportarten
Kosovo: Judoverband auf Platz eins, Kuka beklagt fehlende Unterstützung für die Vereine
Der Judoverband des Kosovo belegt den ersten Platz in der Liste der im Land kategorisierten Sportverbände; an der Spitze der Liste der kategorisierten Sportler und Trainer stehen ausgerechnet die Judoka. Doch der bekannte Trainer Driton Kuka hat die Sorge geäussert, dass Judovereine in den meisten Gemeinden nicht die ihnen gebührende Unterstützung erhalten, berichtet albinfo.ch.
In einem Beitrag in den sozialen Medien erinnerte Kuka an die grossen Erfolge, die der Judo dem Kosovo gebracht hat, betonte jedoch, dass sich die Vereine trotz olympischer, Welt- und Europamedaillen oft diskriminiert fühlen.
„Die fünf Ringe hat das Judo voll gemacht! Wirklich, alle fünf! Und die Judovereine in der Mehrzahl der Gemeinden werden stark diskriminiert! Erhebt jetzt eure Stimme vor den Kommunalwahlen!“, schrieb Kuka und fügte hinzu, viele Vereine hätten von Ausschreibungen auf zentraler Ebene nicht profitieren können.
Er forderte, dass Budget und Fördermittel in den Gemeinden von Fachleuten fair verteilt werden, damit sich die Sportentwicklung nicht nur auf die Einzelerfolge weniger Judoka stützt.
Der Kosovo hat im Judo bislang fünf olympische Medaillen, davon drei in Gold, und die Liste der Welt- und Europamedaillen ist lang.
Driton Kuka, bekannt als erfolgreichster albanischer Trainer und einer der Besten der Welt in dieser Sportart, hat schon früher den Mangel an institutioneller Unterstützung kritisiert und mehr Verantwortung von Verbänden und Staat gefordert.
Seiner Ansicht nach ist Judo zwar zur erfolgreichsten Sportart im Kosovo geworden, doch die Vereine vor Ort würden nicht nach einheitlichen Standards behandelt weshalb ihre Stimme lauter gehört werden müsse, berichtet albinfo.ch.
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