Kosova
Kosovos Landesgrenzen bleiben frei und sicher
Kosovo kann noch vor der Jahreswende wieder aufatmen, denn der jüngste demokratische Staat Europas konnte zusammen mit Regierungschef Albin Kurti und Friedensbemühungen aus Seiten der NATO dafür sorgen, dass der kosovarische Bezirk Mitrovica wieder barrikadenfrei wurde
In der politischen Medienlandschaft Europas wurde in jüngster Zeit vermehrt das Scheinwerferlicht auf die Beziehung zwischen Kosovo und Serbien geworfen. Doch welche Ziele verfolgten dabei die beiden Nachbarstaaten und welche Rolle spielt der Norden Kosovos für die EU-Beitrittskandidatur der beiden Länder? Albinfo ordnet die Ereignisse chronologisch ein.
Kosovo kann noch vor der Jahreswende wieder aufatmen, denn der jüngste demokratische Staat Europas konnte zusammen mit Regierungschef Albin Kurti und Friedensbemühungen aus Seiten der NATO dafür sorgen, dass der kosovarische Bezirk Mitrovica wieder barrikadenfrei wurde. Was jedoch bis vor kurzem gefährdet wurde, ist niemand Geringeres als der beständige politische Frieden zwischen den Grenzen der beiden Balkanstaaten. Der Frieden ist und bleibt eine notwendige Bedingung für ein Fortschreiten im politischen Prozess der Beitrittskandidatur Serbiens und dem Bewerberstaat Kosovo in die EU-Mitgliedschaft.
Die landesweite Anordnung der Regierung in Pristina, serbische Autokennzeichen gegen kosovarische Kennzeichen auszutauschen, landete im November vor Gericht in Brüssel und wurde zugunsten der serbischen Minderheit entschieden. Doch zeitgleich war in Brüssel auch die Rede von weiteren Verhandlungen mit erfolgsversprechenden Aussichten für Kosovos EU-Beitrittskandidatur. Doch in diesem politischen Prozess bleibt eine Bedingung zentral, nämlich die Normalisierung der Beziehung zwischen beiden Balkanstaaten. Deshalb wundert es nicht, weswegen die Region Mitrovica regelmässig und schonungslos durch Serbien zum politischen Spielball instrumentalisiert wird.
Für Schlagzeilen sorgten zuletzt auch die beinahe drei Wochen andauernde Barrikaden in der Stadt Mitrovica, wo maskierte Serben mit Traktoren und quergestellten Lkws die öffentlichen Strassen blockierten. Die Demonstrationsversuche wurden als Druckmittel gebraucht, um die Freilassung eines Ex-Polizisten zu bezwecken. In den Augen der kosovarischen Regierung wurden die Ereignisse von Beginn an, als zum Scheitern verurteilte Eskalationsversuche Serbiens gegen den souveränen Werdegang Kosovos verurteilt.
In der letzten Phase dieser Konfliktreihe kursierten dramatische Bilder mit Haubitzen, serbischen Panzerfahrzeuge an der Grenze zu Kosovo, «zum Schutz der serbischen Bürger», wie Vucic verkünden liess. Der Grund? Zuvor ordnete die kosovarische Regierung alle Beteiligten auf, die Blockaden friedlich aufzulösen. Doch Vucic münzte die Deeskalationsbemühungen von Albin Kurti als einen Sturmaufruf gegen die serbischen Barrikaden um und versuchte mit seinen Auftritten seine Wähler auf symbolpolitischer Ebene zu erreichen. Am Ende muss Serbien sich zurückziehen und Kosovos Grenzen blieben sicher und frei.
So liesse sich die Chronik kurz zusammenfassen und dabei geraten folgende Akteure in Vergessenheit, nämlich die oft am meisten leidtragende Zivilbevölkerung in der ethnisch vielfältigen Gesellschaft Kosovos, besonders in Mitrovica, die Reisenden aus der Diaspora und viele unbeteiligte serbische Bürger in Kosovo oder albanischstämmige Bürger in Serbien. Denn ausserhalb der medialen Bühne tragen besonders diese Menschen mit jedem Tag historische Altlasten, die im heutigen freien und souveränen Kosovo und im Kosovo von morgen keinen Platz mehr finden sollten. Vielmehr müssen die Friedensbemühungen vom Regierungschef Albin Kurti zusammen mit der NATO gestärkt werden und durch die kosovarischen Präsidentin Vjosa Osmani der Fokus Richtung EU-Mitgliedschaft weiterhin souverän und unbeirrt weiterverfolgt werden.
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