Integration
In Kosova werden mit Geld aus der Schweiz Häuser für arme Familien aufgebaut
Für den Aufbau der dörflichen Infrastruktur hat sich die albanische Diaspora aus der Gemeinde Gjilan das Dorf Miresh zum Vorbild genommen.
Cërnica ist das zweite Dorf, das diesem Modell folgt. Mit Geld, das Emigranten aus diesem Dorf, die in der Schweiz leben, gesammelt hatten, begannen die Bagger ihre Arbeit zur Verwirklichung einer Reihe von Projekten.
“Der Verein Cërnica wurde erst vor fünf Monaten gegründet und hat bereits eine Reihe Projekte aufgelistet, die er dieses Jahr verwirklichen will”, sagt Präsident Selajdin Hoxha. Die ersten Nutzniesser dieser Projekte sind die Familien von Sami Sherifi, Brahim Sherifi und Nuhi Hoxha. Die drei Familien werden neue Häuser erhalten.
Zwei der Häuser für die obdachlosen Familien hat der Verein Cërnica bereits gebaut und für das dritte soll nächstens der Grundstein gelegt werden, berichtet der 42-jährige. “Die ersten beiden Häuser werden gerade fertig gebaut und bis im Juni sollen den Familien die Schlüssel übergeben werden. Der Bau des dritten Hauses soll im Frühling beginnen”, sagt Hoxha im Zusammenhang mit den Familien, welchen der Krieg die Häuser zerstört hatte.
Ein weiteres Projekt ist das Aufstellen von drei Wartehäuschen an Bushaltestellen und das Anbringen von Abfallkörben. Daneben findet sich in der Agenda auch die Instandstellung des Sportplatzes. Ausserdem soll ein Fond für die Versorgung mit Medikamenten für kranke Kinder geschaffen werden, verspricht Selajdin Hoxha, der schon seit 24 Jahren in der Schweiz lebt.
“Der Bericht in albinfo.ch war der Hauptauslöser gewesen, der mich zu dieser Initiative veranlasst hatte. Beim Lesen und beim Anblick der Fotografien, wie die Emigrantinnen und Auswanderer des Dorfes Dobërçan in die Errichtung von Parks und die Umgebungsgestaltung investierten, beschloss ich, die Leute aus meinem Dorf zu kontaktieren, um den Verein Cërnica zu gründen”, sagt Hoxha.
Der Präsident des Vereins Cërnica plant auch, zwei Arbeiter für den Unterhalt des Dorffriedhofs, den Unterhalt der Abfallentsorgung und die Erstellung von Parks und Grünflächen anzustellen.
“Das erste Haus finanzierten die Brüder Nijazi und Besim Bllaca, während das zweite Haus vom Emigranten Skënder Hoxha übernommen wurde. Die Vereinsmitglieder bezahlen 100 Franken pro Jahr”, sagt er zum Schluss des Gesprächs.
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