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Metë Gashi: Die Küche ist zunehmend der Mittelpunkt des Hauses
"Der Küchenbau ist bei uns eine Familien-Tradition – ich baue Küchen in dritter Generation. Selber Kochen und Backen tue ich zwar gerne, jedoch fehlt mir – leider – oftmals die Zeit"
Mete Gashi ist Inhaber und Geschäftsführer von Mahagoni Küchen, einem Schreiner-Unternehmen mit Sitz und Showroom in Winterthur. Er ist Sponsor der heutigen Veranstaltung von swissalbs 2022. albinfo.ch wirkt alsMediensponsor.
Küchen, Einbauschränke, Innentüren – Sie bieten qualitativ hochwertige Schreinerarbeiten an. Und sehen mit Sicherheit in ganz viele Wohnungen und Häuser rein. Wie wohnen die Schweizer?
Die Einrichtungen der Schweizer variieren sehr. Die Mehrheit aber ist sehr spartanisch eingerichtet, ganz nach dem Motto «Weniger ist mehr».
Sie verkaufen primär Küchen. Eine Küche ist von einem funktionalen Ort des Kochens zu einem Designschmuckstück, einem Status Symbol, das von Stararchitekten beworben wird, mutiert. Täuscht dieser Eindruck?
Nein, dieser Eindruck täuscht nicht. Die Küche ist zunehmend der Mittelpunkt des Hauses. Wichtig ist den Schweizern ein schönes Design, aber auch eine gut funktionierende Küche mit qualitativ hochwertigen Gerätschaften.
Geben die Leute heute mehr Geld aus für Küchen als vor sieben Jahren, als du dein Unternehmen gestartet hast?
Ja, auf jeden Fall. Küchen haben heute einen weitaus wichtigeren Stellenwert.
Überall am TV laufen Kochsendungen. Hilft das im Verkauf?
Nicht direkt, aber indirekt: Gut gemachte Kochsendungen inspirieren die Leute, mehr zu kochen und in eine qualitativ gute Küche zu investieren.
Was sind die Küchentrends 2023?
Ein Mega-Trend sind Kochfelder mit integrierten Dunstabzügen. Nicht umsonst schalten die grossen Hersteller dafür gerade viel TV-Werbung. Aber auch unsere Anti-Fingerprint Fronten werden stark nachgefragt – bei diesen Fronten bleiben keine Fingerabdrücke haften, was gerade in kinderreichen Haushalten Vorteile birgt, da weniger geputzt werde muss.
Woher eigentlich diese Leidenschaft für Küchen? Bist du ein leidenschaftlicher Hobbykoch?
Der Küchenbau ist bei uns eine Familien-Tradition – ich baue Küchen in dritter Generation. Selber Kochen und Backen tue ich zwar gerne, jedoch fehlt mir – leider – oftmals die Zeit.
Kochen ist etwas sehr sinnliches. Verkauft man Küchen auch sinnlich?
Ja, selbstverständlich werden Küchen sinnlich verkauft. Wir haben viele leidenschaftliche Hobbyköche als Kunden. Leider sind in unseren zwei Showrooms noch keine Kochevents möglich – aber was nicht ist, kann noch werden.
In der Schweiz herrscht akuter Fachkräftemangel: Wie findest du gute Küchenbauer und Schreiner?
Wir rekrutieren aus unserem Netzwerk. Und haben – ehrlich gesagt – keine Probleme, gute Leute zu finden, auch weil wir unsere Mitarbeiter als wichtigen, ja den wichtigsten Bestandteil unseres Unternehmens sehen.
Auch die Energiekrise ist ein grosses gesellschaftliches Thema – schauen Sie auf Energieeffizienz beim Küchenbau?
Selbstverständlich. Ökologie und Energieeffizienz sind uns als Unternehmen sehr wichtig. Darum empfehlen wir auch ausschliesslich energieeffiziente Geräte, was bei unseren Kunden sehr gut ankommt.
Wie sieht deine Traumküche aus?
In jeder Küche, die wir herstellen und verbauen, ist ein Teil meiner Traumküche inkludiert. Wir investieren viel Zeit in die Perfektion unserer Küchen – Kundenzufriedenheit ist das beste Marketing.
Holst du auch den Rat deiner Frau ab, wenn du Küchen verbaust?
Dies kommt auch vor. Meine Frau unterstützt mich in dem, was ich mache und möchte bald auch in unser Unternehmen einsteigen.
Herr Gashi, besten Dank für das Gespräch.
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