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Seniorinnen und Senioren mit einer höheren Ausbildung sind gesünder …
Gesundheitsförderliche Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung, körperliche Aktivität oder Nichtrauchen sind bis ins hohe Alter abhängig vom Bildungsniveau
Mit steigendem Bildungsniveau wächst auch der Anteil Personen, die ihren Gesundheitszustand als (sehr) gut einschätzen. So belief sich dieser Anteil 2017 bei den Seniorinnen und Senioren ohne nachobligatorische Ausbildung auf 59%, bei jenen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II auf 76% und bei jenen mit einer Tertiärausbildung auf 84%. Diese Unterschiede verschwinden mit zunehmendem Alter nicht, obwohl der Anteil der Personen mit einem guten Gesundheitszustand insgesamt sinkt.
… und verfügen über mehr Ressourcen
Auch bei den psychosozialen Ressourcen, die als Schutzfaktor für die Gesundheit dienen, ist ein sozialer Gradient zu beobachten. Personen ab 55 Jahren mit einer Tertiärausbildung erhalten häufiger starke soziale Unterstützung als Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II oder ohne nachobligatorische Ausbildung (46% gegenüber 39% bzw. 31%). Sie schätzen zudem ihr Vitalitätsniveau häufiger als hoch ein (64% gegenüber 54% bzw. 41%) und haben häufiger eine starke Kontrollüberzeugung (47% gegenüber 42% bzw. 40%).
Besseres Gesundheitsverhalten bei Frauen mit Tertiärabschluss
Gesundheitsförderliche Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung, körperliche Aktivität oder Nichtrauchen sind bis ins hohe Alter abhängig vom Bildungsniveau. Die Unterschiede sind bei den Frauen ausgeprägter als bei den Männern. Frauen ab 55 Jahren mit einem Tertiärabschluss konsumieren doppelt so häufig fünf Portionen Früchte und Gemüse pro Tag als Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung (42% gegenüber 19%) und sind nahezu dreimal weniger häufig adipös (8% gegenüber 22%).
Auch bezüglich der psychosozialen Ressourcen bestehen bei den Frauen grosse Unterschiede nach Bildungsniveau. Frauen ab 55 Jahren mit einem Abschluss auf Tertiärstufe verfügen im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung häufiger über eine starke Resilienz, d.h. über die Fähigkeit, Widrigkeiten im Leben zu meistern (50% gegenüber 31%). Bei den Männern sind diese Unterschiede nicht zu beobachten.
Frauen ab 55 Jahren mit Tertiärausbildung sind körperlich aktiver als jene ohne nachobligatorische Ausbildung (77% gegenüber 58%). Bei den Männern sind vergleichbare Anteile festzustellen
(80% gegenüber 64%).
Weniger risikoreiche Verhaltensweisen bei gut ausgebildeten Männern
Bei den Männern sind grosse Unterschiede beim Risikoverhalten zu beobachten. Männer ab 55 Jahren mit einer Tertiärausbildung haben seltener einen chronisch risikoreichen Alkoholkonsum
(5% gegenüber 11%) und sind nahezu halb so oft adipös (12% gegenüber 22%) wie jene ohne nachobligatorische Ausbildung.
Auch der Anteil der Raucher ist bei den Männern zwischen 55 und 64 Jahren mit einem Abschluss auf Tertiärstufe geringer als bei jenen ohne nachobligatorische Ausbildung (24% gegenüber 40%). Umgekehrt wollen Raucher ab 55 Jahren mit Tertiärabschluss den Tabakkonsum seltener aufgeben als Männer ohne nachobligatorische Ausbildung (33% gegenüber 61%).
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