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Weitere Hilfskräfte für die zerstörten Gebiete in der Türkei und Syrien
Bereits jetzt lässt sich sagen, dass die Erdbeben in der Türkei und Syrien erhebliche Schäden angerichtet und mehreren Tausend Menschen das Leben gekostet haben. Auf Bitten der türkischen Behörden hat die Humanitäre Hilfe des Bundes am Montag innert kürzester Zeit die Rettungskette Schweiz für die betroffenen Regionen aufgeboten. Heute wird die zweite Phase der Nothilfe eingeleitet.
87 Fachkräfte der Rettungskette Schweiz und acht Hunde der Organisation Redog haben in den letzten Tagen Rettungsarbeiten in der Provinz Hatay geleistet. Seit ihrer Ankunft vor Ort am Dienstag, 7. Februar 2023, konnten sie 11 Personen retten, darunter 2 Neugeborene. Sie werden ihre Suche bis Mitte nächster Woche fortsetzen. Teil des Einsatzteams sind auch Spezialisten der Militärischen Katastrophenhilfe der Schweizer Armee. In den betroffenen Gebieten sind mehr als 90 internationale Such- und Rettungsteams in enger Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden im Einsatz.
Redog ist direkt über seinen Partner, das türkische GEA-Team, aktiv. Insgesamt konnten 39 Personen dank der in die Türkei entsandten Hunde aus den Trümmern geborgen werden. Doch 100 Stunden nach dem ersten Erdbeben sinken die Überlebenschancen der unter den Trümmern eingeschlossenen Personen. Der Mangel an Wasser und Nahrung sowie die tiefen Temperaturen stellen dabei das Hauptproblem dar.
Einleitung der zweiten Nothilfephase
Am heutigen Freitag, 10. Februar 2023, fliegt eine zweite Gruppe von zwölf Personen des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) von Bern nach Adana (Türkei). Dieser Flug wird vom Lufttransportdienst des Bundes der Schweizer Luftwaffe durchgeführt. Der von einer Teamleiterin geführten Gruppe gehört Fachpersonal aus den Bereichen Psychologie, Logistik, Medizin und Unterbringung an. Diese Spezialistinnen und Spezialisten werden vor Ort die Bedürfnisse der Bevölkerung einschätzen und prüfen, wie der Bund am besten Hilfe leisten kann.
Vier Fachkräfte reisen am Montag nach Aleppo
In Syrien, das ebenfalls sehr schwer vom Erdbeben vom Montag getroffen wurde, erschwert die Sicherheitslage die humanitäre Hilfe und den Zugang zu den betroffenen Gebieten. Eine Mission der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mit Schweizer Fachkräften wird am Montag von Damaskus in Richtung Aleppo aufbrechen. Diese Kräfte sind derzeit in den Schweizer Vertretungen der Region stationiert und kennen das Umfeld gut. Sie werden rund zehn Tage in den betroffenen Gebieten – namentlich im Nordwesten Syriens – bleiben, um den Bedarf abzuklären und um humanitäre Hilfe vor Ort zu leisten.
Das humanitäre Büro der DEZA in Damaskus wurde bereits im Laufe dieser Woche mit Schweizer Personal aus den anderen Schweizer Vertretungen in der Region verstärkt. Zudem hat die DEZA in Absprache mit ihren Partnern einen Teil ihrer Tätigkeiten neu ausgerichtet, um rasch Hilfe leisten zu können.
Insgesamt hat die DEZA sieben Millionen Franken freigegeben, um den beiden von der Naturkatastrophe betroffenen Ländern zu helfen.
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