Leben in der Schweiz
Weltwoche: «Kosovos feuchter Traum», Reaktion des Rats der Albaner der Schweiz
Stellungnahme des Rates der Albaner in der Schweiz bezüglich des Artikels der Weltwoche vom 6. Februar, «Kosovos feuchter Traum»
Am 6. Februar veröffentlichte die Zeitschrift Weltwoche einen Online-Artikel über eine albanisch-stämmige Rapperin mit dem Namen Loredena. Der Artikel mit dem Titel «Kosovos feuchter Traum», in dem es nur vordergründig um Loredena geht, wimmelt es nur so von Vorurteilen und Kliches gegen die Albaner-/innen. Darin finden sich geschmacklose Vergleiche, üble Beschimpfungen und eindeutig rassistische und xenophobe Passagen. Es ist schwer zu entscheiden, welchen Absatz man hier zitieren soll. Man könnte im Grunde den gesamten Artikel als Zitat anführen. Der Verfasser nimmt einige Video-Clips und «die künstlerische Darbietung» einer Rapperin ein Beispiel und zieht über «die Albaner-/innen» her. Und dahinter steht eine Intention, die für den nüchternen Leser klar ist. Offensichtlich scheint zu sein, mit einem «positiven» Artikel kann die Weltwoche keine Stimmung machen, keine Ressentiments bedienen und keine Wahlkampfhilfe für gewisse Kandidaten leisten.
Unter anderem heisst es in diesem Artikel, die Albaner im Ausland hätten keinen leichten Stand, «weil man sie stets an jenen ewig Unterschichtigen misst, die zu fünft in einem schwarzen Mercedes durch die Gegend fahren, flache Hinterköpfe haben und Sätze sagen, die so simpel sind wie eine Glatze. Sie denken, sie seien die Coolsten der Welt, die Mädchen würden nur auf sie warten und dass ein Messer mehr sagt als tausend Worte».
Es ist einfach inakzeptabel, was sich hier die Weltwoche erlaubt.
Als Rat der Albaner-/innen in der Schweiz erheben wir unsere Stimme gegen diese Art von geschmacklosen journalistischen Beiträgen. Ein solcher tendenziöser Bericht, ist nicht das erste Mal, dass die albanische Gemeinschaft in der Schweiz sich gegen die rassistische und beleidigende Sprache der Weltwoche währen muss.
Wir fordern von der Weltwoche, sich von diesem Artikel zu distanzieren und erwarten eine öffentliche Entschuldigung. Rechtliche Schritte gegen diesen Artikel schliessen wir nicht aus.
Der Rat der Albaner-/innen der Schweiz
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