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Sloweniens Ombudsfrau fordert den Staat auf, die Sorgen albanischer Frauen ernst zu nehmen

Die slowenische Ombudsfrau Dr. Simona Drenik Bavdek hat sich mit albanischen Frauen in Slowenien getroffen, um sich über die Probleme zu informieren, mit denen sie konfrontiert sind. Dazu gehören Schwierigkeiten beim Erlernen der Sprache, bei der Arbeitssuche, bei der Anerkennung von Diplomen sowie beim Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen.

Die Ombudsfrau betonte die Verantwortung der Institutionen, Chancengleichheit zu gewährleisten.

Laut einer Mitteilung der Institution zeigen sich die albanischen Frauen bereit, Slowenisch zu lernen, eine Beschäftigung aufzunehmen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie stossen jedoch auf Hindernisse, die ihre Integration erschweren, berichtet Albinfo.ch.

Eines der wichtigsten angesprochenen Themen war der Bedarf an qualitativ hochwertigen und zugänglichen Slowenischkursen, die auf das Sprachniveau und die Lebensumstände der Teilnehmerinnen abgestimmt sind.

Die Vertreterinnen wiesen zudem auf Schwierigkeiten bei den Verfahren zur Arbeitsaufnahme und bei der Anerkennung im Ausland erworbener Diplome hin, die sich auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen auswirken.

Während des Treffens wurde auch die Rolle interkultureller Vermittlerinnen und albanischer Vereine hervorgehoben, die den Zugang zu Gesundheits-, Bildungs- und Sozialdienstleistungen erleichtern.

Nach Angaben der Teilnehmerinnen benötigen diese Strukturen eine nachhaltigere Finanzierung. Gleichzeitig unterscheidet sich die Unterstützung bei der Integration von Gemeinde zu Gemeinde.

Besondere Aufmerksamkeit galt Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlendes Wissen über die eigenen Rechte und die zuständigen Institutionen sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Aufenthaltsbewilligung können es ihnen erschweren, Hilfe und Schutz zu suchen.

Die Ombudsfrau betonte, dass der Staat und die lokalen Behörden die Integrationsbemühungen der Frauen durch systematische, zugängliche und wirksame Massnahmen unterstützen müssen.

Sie warnte ausserdem davor, dass Stereotype und Verallgemeinerungen über nationale Gemeinschaften Misstrauen und das Gefühl der Ausgrenzung verstärken können, anstatt zu einem besseren Verständnis gesellschaftlicher Herausforderungen beizutragen.

In ihrer Erklärung unterstrich Dr. Simona Drenik Bavdek, dass die Menschenwürde und die Menschenrechte nicht von der Erwerbstätigkeit oder dem wirtschaftlichen Beitrag einer Person abhängig gemacht werden dürfen.

Ihr zufolge muss die gesellschaftliche Teilhabe albanischer Frauen und anderer ausländischer Personen in Slowenien zu den Prioritäten der staatlichen und kommunalen Politik gehören. Dies sei nicht nur im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte wichtig, sondern auch als Antwort auf die demografische Entwicklung und die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes.

Abschliessend teilte die Ombudsstelle mit, dass sie Möglichkeiten prüfen werde, zur Verbesserung der Situation albanischer Frauen in Slowenien beizutragen. /Albinfo.ch/